Das Gute in den Dingen
Buchvorstellung und Gespräch mit
Emanuele Coccia | Lilja Walliser
Werbung ist ein riesiges Experiment des kollektiven, moralischen Vorstellungsvermögens. Sie ist eine immense ikonische und konzeptuelle Reflexion der Welt und ihrer Elemente und damit zugleich des menschlichen Glücks, seinen Formen und Möglichkeiten. Sie lehrt uns, dass unsere dringendsten moralischen Sorgen weder übermenschliche, obskure Gottheiten betreffen, noch die tiefere Wahrheit unseres Unbewussten, sondern die Gegenstände, die Dinge des alltäglichen Gebrauchs – ein Hemd, ein Telefon, eine Krawatte, ein Ring, eine Kette. Die Moral der Werbung ist beherrscht von einer einzigen, süßen, verzweifelten Obsession: der Liebe zu den Dingen, zu allen Dingen, von denen man sich nur irgend vorstellen kann, sie herzustellen, zu konsumieren oder auszutauschen. Dass wir so dringend ausführlich über die Dinge sprechen und nachdenken müssen, liegt daran, dass wir das Bedürfnis haben, unsere Liebe zu den Dingen auszudrücken, ihr eine Form zu geben, sie zu ermöglichen.
Veranstaltung in Kooperation mit dem Merve Verlag.


Wann
Saturday, 7:30pm
Wo
diffrakt — Zentrum für Theoretische Peripherie
Sprache
- Deutsch
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Freier Eintritt
Alle unsere Veranstaltungen sind für jedermann zugänglich und kostenfrei
Über
Werbung ist ein riesiges Experiment des kollektiven, moralischen Vorstellungsvermögens. Sie ist eine immense ikonische und konzeptuelle Reflexion der Welt und ihrer Elemente und damit zugleich des menschlichen Glücks, seinen Formen und Möglichkeiten. Sie lehrt uns, dass unsere dringendsten moralischen Sorgen weder übermenschliche, obskure Gottheiten betreffen, noch die tiefere Wahrheit unseres Unbewussten, sondern die Gegenstände, die Dinge des alltäglichen Gebrauchs – ein Hemd, ein Telefon, eine Krawatte, ein Ring, eine Kette. Die Moral der Werbung ist beherrscht von einer einzigen, süßen, verzweifelten Obsession: der Liebe zu den Dingen, zu allen Dingen, von denen man sich nur irgend vorstellen kann, sie herzustellen, zu konsumieren oder auszutauschen. Dass wir so dringend ausführlich über die Dinge sprechen und nachdenken müssen, liegt daran, dass wir das Bedürfnis haben, unsere Liebe zu den Dingen auszudrücken, ihr eine Form zu geben, sie zu ermöglichen.
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